Östrogene werden nicht nur in den Eierstöcken gebildet, sondern auch im Darm verstoffwechselt. Bestimmte Darmbakterien sind daran beteiligt, hormonelle Abbauprodukte zu reaktivieren oder auszuscheiden. Dieses Zusammenspiel wird als Estrobolom bezeichnet.
Verändert sich das Mikrobiom, kann sich auch die Verfügbarkeit von Östrogenen im Körper verändern. In den Wechseljahren, wenn die hormonelle Produktion schwankt, gewinnt dieser Mechanismus an Bedeutung.
Eine gestörte Darmflora kann dazu beitragen, dass hormonelle Schwankungen stärker wahrgenommen werden. Umgekehrt kann eine stabile Darmfunktion regulierend wirken, ohne Hormone zu ersetzen.
Das bedeutet nicht, dass der Darm Hormone „steuert“. Aber er beeinflusst, wie der Körper mit ihnen umgeht. Genau deshalb lohnt es sich, Darmgesundheit in den Wechseljahren nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil eines größeren Regulationssystems.
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